„Auf der Welt gibt es viele malerische Orte, aber nur wenige erfüllen dein Herz mit einer solchen Wärme wie Lappland“ – finnisches Sprichwort.

Abendstimmung
Abendstimmung in Finnland

Meine Reise durch finnisch Lappland führt mich von Frankfurt über Helsinki nach Kittilä – einer kleinen Gemeinde im Norden Finnlands, unweit der Wintersportzentren Levi und Ylläs gelegen. Bereits vom Flugzeug aus bestaune ich die Puderzuckerlandschaft, die -je weiter wir Richtung Norden fliegen- zunimmt. Der Wetterbericht zu Hause versprach relativ milde Temperaturen: während im tiefsten Winter bis zu -35° Grad Gang und Gebe sind, meint es der Norden im April gut mit uns. Temperaturen maximal bis zu -15° Grad, der Kälteschock sollte demnach ausbleiben, denken wir.

Kittilä empfängt uns mit einem tobenden Schneesturm und verschneiten Straßen. Einen Räumdienst wie bei uns gibt es hier nicht. Wir kommen dennoch sicher am ersten Highlight der einwöchigen Tour an: am Rande der Wildnis, in einer absolut idyllischen Umgebung, warten die Levin Igluts für eine Nacht auf uns. Eine Glasigluübernachtung kann ich jedem nur ans Herz legen! Bei klarem Himmel ermöglicht das Glasdach einen atemberaubenden Blick auf den Sternenhimmel und bei guter Sicht lassen sich vom Bett aus die Nordlichter bestaunen.

Ich erlebe finnisch Lappland als unglaublich abwechslungsreich: kleine Städtchen mit einigen wenigen Cafes, Restaurants und Freizeitangeboten liegen nur wenige Minuten entfernt von der Stille der scheinbar endlosen Natur. Große Wintersportzentren sind vor allem für Skifahrer und Snowboarder ein Eldorado. Rauf auf die Piste und los geht’s! Aber auch alle Anfänger in Sachen Wintersport werden hier glücklich. Es wird eine Bandbreite an Aktivitäten angeboten, für die es keinerlei Vorkenntnisse bedarf. Ein gelungener Tag im Schnee klingt natürlich am Besten bei einem Saunagang aus, der Finnen zweitliebstem Hobby.

Iglus am Morgen
Iglus am Morgen

Um die Gegensätze der Region so richtig kennen zu lernen, verabschieden wir uns am nächsten Morgen von den Iglus, in denen es sich wunderbar verweilen lässt, auch wenn ans Schlafen durch die Helligkeit und der innerlichen Panik, das Nordlicht zu verpassen, zunächst nicht zu denken war.

Im Harriniva Ferienzentrum, der zweiten Station der Reise, checken wir für die nächsten drei Nächte ein, denn die nächsten Tage stehen unter dem Motto ‚arktische Aktivitäten’.

Move on Tour im Harriniva Ferienzentrum
Move on Tour im Harriniva Ferienzentrum

Die Harriniva Anlage ist im finnischen Holzstil erbaut und ermöglicht auf Grund ihrer abgeschiedenen Lage Erholung pur! Das Zentrum hat mit über 450 Huskys ein eigenes Hundeschlittenzentrum, das wir selbstverständlich auch besuchen. Das Ferienzentrum liegt an der Grenze zu Schweden – wer möchte, kann nach einem kurzen Fußmarsch den Grenzübergang (samt Kontrolle) passieren. Auf meiner ganz persönlichen Bucketlist darf ich nach diesen drei Tagen zwei Punkte abhaken: an einer Huskyschlittentour teilnehmen, dabei den Schlitten selber steuern, sowie bei einer Schneemobilsafari Vollgas geben.

Huskywanderung
Huskywanderung

Als erstes großes Wintersportzentrum besuchen wir anschließend Ylläs. 718m Höhe misst der Yllästunturi, der ‚Ylläs-Berg’, und verspricht auf Grund der Lage nördlich des Polarkreises von Oktober bis Mai Schneesicherheit. Kein Wunder also, dass Ylläs gerade bei Wintersportlern so beliebt ist. Zwei kleine Dörfer schließen im Tal an die Skistrecken an: im Norden Äkäslompolo, im Süden Ylläsjarvi. Wir übernachten im Lappland Hotel Saaga, das einen direkten Zugang zur Skipiste hat. Wer möchte kann auf der eigenen Terrasse die Skier anschnallen und in 100m den Skilift erreichen. Besser geht es kaum! Wer, wie ich, nicht zu den Skihasen gehört, dem kann ich eine Schneeschuhwanderung als Alternative empfehlen. Nicht weniger anstrengend dafür mit mindestens genauso viel Spaß verbunden! Mit den Schneeschuhen lässt sich die umliegende Waldregion perfekt erkunden. Und etwas Zeit bleibt immer, um bei einem hot blueberry juice die Idylle auf sich wirken zu lassen.

Wer seinen Aufenthalt noch einmaliger gestalten möchte, der sollte das Lainio Snowvillage unbedingt besuchen und dort eine Übernachtung einplanen: 20 Schneezimmer und 6 kunstvoll eingerichtete Suiten bieten bei -5° Grad Raumtemperatur ein Erlebnis der Superlative.

Während Ylläs und die angrenzenden Dörfer eher überschaubar sind, erwartet uns in Levi, unseren letzten Station, eine Großstadt, wie sie die Finnen betiteln: Cafes, Restaurants, Supermärkte, Apres-Ski-Bars, eine Bowlingbahn – alles, was das Urlauberherz erfreut. Zentral aber dennoch ruhig. Insgesamt 48 Pisten der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade können in Levi gefahren werden und auch für Skilangläufer gibt es perfekt präparierte Loipen. Nicht zu vergessen sind in Levi die Fatbikes. Normalen Fahrrändern ähnelnd, lediglich mit größeren Reifen gegen die Schneemassen ausgestattet, bieten diese Gefährte Spaß für die ganze Familie.

Ganz egal, ob Sie dabei Anfänger, Fortgeschritten oder Profi sind: nahezu alle Aktivitäten können, unabhängig vom bisherigen Erfahrungsgrad, nach einer kurzen fachmännischen Einweisung ausgeübt werden.

Meine Woche in finnisch Lappland verging wie im Flug! Doch was ist meine persönliche Bucketlist für einen Besuch im hohen Norden?

  • Eine Schneemobilsafari machen: das Adrenalin schießt einem förmlich ins Blut
  • An einer Huskyschlittentour teilnehmen : einfach unglaublich, wie die Huskys in Teams arbeiten und auf die Befehle des Guides folgen
  • Die Winterlandschaft auf einer Schneeschuhwanderung erkunden : abseits der Pisten in unberührter Landschaft Finnland erleben
  • Skilanglauf ausprobieren: auch für Anfänger wie mich problemlos machbar und mit viel Spaß verbunden
  • Stundenlange Spaziergänge im Puderzuckerschnee machen
  • Eine Rentierfarm besuchen : Santas Helfer freuen sich immer über Futter und eine Streicheleinheit
  • Eine Fatbiketour machen und dabei unberührte Waldwege erschließen
  • Sauna, Hotpot und Eisloch nutzen und die Abwehrkräfte stärken – typisch finnisch
  • Auf die Suche nach dem Polarlicht gehen und diesen magischen Moment einfach nur genießen
Schneeschuhwanderung
Schneeschuhwanderung

Laut einer Studie leben in Finnland die glücklichsten Menschen der Welt. Viel besser noch: ihre Glücksgefühle sollen sogar ansteckend sein.  Mein persönliches Fazit?
Wer eine Woche von früh bis spät inmitten der Natur die reine Luft Finnlands, abseits von Hektik und Stress, genießen und dabei durch sämtliche arktische Aktivitäten Finnland hautnah erleben darf, der kommt tatsächlich ein Stück weit glücklicher und zufriedener zurück. Und wenn dann tatsächlich noch das Nordlicht für einen tanzt, dann weiß man, dass es eine dieser Reisen war, die man nie vergisst.

Nordlicht
Nordlicht
Finnische Flagge
Finnische Flagge

Finnland hat mich vom ersten Moment an fasziniert und ich kann das finnische Sprichwort absolut bestätigen. Für wann planen Sie Ihre außergewöhnliche, unvergessliche Reise in den Norden? Ich berate Sie in unserem Büro in Ludwigsburg sehr gerne.

Eure Jessica Binder

Wurden Sie auch in den Bann von Finnland gezogen? Dann melden Sie sich doch einfach bei uns. Für eine Beratung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie!

Euro Lloyd Reisebüro Stuttgart

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70173 Stuttgart
Tel.: (0711) 23 731 – 90
oder per Mail an: stuttgart(at)reisebuero-eurolloyd.de

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